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KUKA verkaufen


13.05.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die KUKA-Aktie (ISIN DE0006204407 / WKN 620440) unverändert mit "verkaufen" ein.

KUKA habe gestern die Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. Diese würden sich mit den bereits im Vorfeld vermeldeten vorläufigen Zahlen decken - insgesamt also wenig Überraschendes bzw. Neues.

Auf Segmentebene seien die Ergebnisse wie folgt ausgefallen:


Im Segment Robotics habe der Auftragseingang bei 90,1 Mio. EUR (-22,9%) gelegen. Hier zeige insbesondere die General Industry eine große Schwäche, obwohl sie vermehrt im Visier der Vertriebsaktivitäten stehe (-32,4%). Nach Erachten der Analysten sei dies angesichts der globalen Rezession aber keine Überraschung (Automotive -17,3%). Der Umsatz habe 96,6 Mio. EUR (-17,8%) betragen. Dies sei entsprechend den sinkenden Auftragseingängen und einem nicht allzu hohen Auftragsbestand (Reichweite 2,3 Monate) ebenfalls in der Höhe nicht überraschend gewesen. Das EBIT habe sich auf 4,2 Mio. EUR (-58,4%) belaufen.

Im Segment Systems habe der Auftragseingang 129,6 Mio. EUR (-56,8%) betragen. Neben dem starken Vorjahresquartal mache sich hier die Rezession auch im Ablehnen von Aufträgen von Kunden mit schlechter Bonität bemerkbar (Nordamerika -64,3%, Europa -40%). Der Umsatz habe bei 138,7 Mio. EUR (-20,7%) gelegen. Der Rückgang sei inline mit dem Segment Robotics. Der Auftragsbestand mit einer Reichweite von 6,3 Monaten stabilisiere hier angabegemäß die Auslastung in Q2 und Q3. Das EBIT sei bei -1,1 Mio. EUR (Q1/08: 8,4 Mio. EUR) ausgefallen. Neben der fehlenden Auslastung habe auch eine geringe Ergebnisqualität (Stichwort: Preisdruck) der abgewickelten Aufträge für den operativen Verlust gesorgt.

Die in Q1 gesehene stabile Bruttomarge werde man angabegemäß in den nächsten Quartalen nicht mehr sehen. Ziel der Gesellschaft sei es, ein ausgeglichenes bis leicht positives EBIT sowie einen positiven Free-Cashflow zu erreichen. Nicht enthalten seien darin mögliche Abschreibungen auf Forderungen (Chrysler, General Motors) sowie auf das KTPO-Projekt. Die Analysten würden hieraus Belastungen erwarten, hätten sie aber nicht in ihren Schätzungen mit einbezogen, da eine verlässliche Kalkulation ihres Erachtens nicht möglich sei.

So oder so ist die KUKA-Aktie nach Erachten der Analysten vom Bankhaus Lampe unverändert überbewertet, sodass ihre Anlageempfehlung auch weiterhin "verkaufen" lautet. Das Kursziel würden die Analysten bei 7,50 EUR belassen. Die Meldung über die Intensivierung der Geschäftsbeziehungen mit Airbus sowie die anhaltenden Käufe von Grenzebach könnten den Kurs aber kurzfristig weiter stützen. (Analyse vom 13.05.2009) (13.05.2009/ac/a/d)




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